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ZUKUNFT GESTALTEN

Anfänge im Glauben – der Schwerpunkt entfaltet Wirkung

Für viele Menschen - besonders für viele Kinder - ist Kirche heute kein selbstverständlicher Teil des Alltags mehr. Religiöse Rituale, Geschichten oder Gebete werden in den Familien immer seltener weitergegeben. Und doch bleiben die großen Fragen und Sehnsüchte nach Geborgenheit, Sinn, Gerechtigkeit, Hoffnung oder Trost.

Genau hier setzt der Schwerpunkt „Anfänge im Glauben“ im Zukunftsprozess an. Inzwischen zeigt sich, dass er seine Wirkung entfaltet: in der Fläche, in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und nicht zuletzt auch in der Arbeit der Diakonie.

Diakonie Text-Logo
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Besonders eindrücklich wird dies am Beispiel der evangelischen Kindertageseinrichtungen. Der Beitrag „Die evangelische Kita – ein Ort für Anfänge im Glauben!?“ zeigt, wie sehr sich religiöse Sozialisation verändert hat und welche zentrale Rolle Kitas heute spielen. 

Wo familiäre Glaubensweitergabe abbricht oder gar nicht mehr stattfindet, werden Kitas für viele Kinder zu einem der ersten und manchmal einzigen Orte, an denen christlicher Glaube erfahrbar wird. Diese Anfänge entstehen nicht durch Belehrung, sondern alltagsintegriert in verlässlichen Beziehungen und Ritualen.

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Zugleich rückt der Text die pädagogischen Fachkräfte in den Mittelpunkt. Ihre Haltung, ihre Sprachfähigkeit und ihr Umgang mit religiöser Vielfalt prägen entscheidend, ob Kinder Glauben als etwas Tragendes, Einladendes und Sinnstiftendes erleben können.

Im Zusammenspiel von Kita, Träger und Kirchengemeinde wird hier ein großes Zukunftspotenzial sichtbar.

Der zweite Text „Anfänge im Glauben – in diakonischen Einrichtungen und Werken“ weitet den Blick noch einmal. 

Er beschreibt, wie der Schwerpunkt in der diakonischen Arbeit in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern mitschwingt, auch dort, wo er nicht ausdrücklich benannt wird. 

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Deutlich wird dabei: Diakonische Arbeit ist kein Randbereich kirchlichen Handelns, sondern ein zentraler Ort, an dem sich Kirche heute glaubwürdig und wirksam zeigt.

Beide Texte stehen hier zum Download bereit:

 

Weiterführende Infos zum Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e. V. finden Sie hier:

Kontakt: Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher Diakonie Niedersachasen
E-Mail | Webseite

Anfänge im Glauben

Was bedeutet der Schwerpunkt Anfänge im Glauben* für mich?

„In der Diakonie geschehen Anfänge im Glauben.
Jeden Tag, jede Nacht, in jeder Schicht. Mit einer großen Kontaktfläche ist Diakonie als Kirche sichtbar in der Welt: wahrnehmend, unterstützend, lebensbejahend.
Wo verschiedenste Menschen zusammenkommen, wird gelingendes Zusammenleben eingeübt. In der Zuwendung in existentiellen Situationen wird erfahrbar, dass Gott nah ist.“

Hans-Joachim Lenke

Hans-Joachim Lenke
Bild: Hans-Joachim Lenke, Foto: Jens Schulze

Hans-Joachim Lenke ist Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. Als Mitglied des Schwerpunkteausschusses im Zukunftsprozess wirkte er an der Erarbeitung des Schwerpunkts „Anfänge im Glauben“ mit.

*Schwerpunkt: Anfänge im Glauben

Die Landeskirche Hannovers richtet ihre Arbeit in den kommenden Jahren auf den Schwerpunkt "Anfänge im Glauben" aus. Ziel ist es, Menschen in einer sich wandelnden Gesellschaft wieder neu für den Glauben zu öffnen.
Warum dieser Fokus gewählt wurde und was dahintersteht, erfahren Sie auf der Webseite des Zukunftsprozesses.

Zu der Schwerpunktsetzung

Blick über den Tellerrand

Buurtzorg - Was braucht der Mensch?

Das niederländische Pflegekonzept Buurtzorg [sprich: bürtsorch] ist ein Modell, das international große Aufmerksamkeit im erregt. Gegründet wurde es 2007 vom Krankenpfleger Jos de Blok. Der Ansatz ist ebenso einfach wie radikal: Pflege soll sich am Menschen orientieren – nicht an Bürokratie.

Was heißt das konkret?
Anders als in vielen Pflegesystemen wird nicht nach einzelnen Leistungsbausteinen abgerechnet, also nicht nach exakt definierten Verrichtungen mit Kombinations- und Wegepauschalen. Stattdessen erfolgt die Abrechnung nach Zeit und dies minutengenau und nach tagesaktuellem Bedarf.
Das hat weitreichende Folgen:

An einem Tag wird vielleicht mehr Unterstützung benötigt, am nächsten weniger. Manchmal braucht es intensive Unterstützung, manchmal nur ein kurzes Gespräch. Die Pflege passt sich jederzeit flexibel an die Bedürfnisse des Menschen an.

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Angehörige, Nachbarschaft und freiwillig Engagierte werden bewusst einbezogen und als Teil eines unterstützenden Netzwerks verstanden, das die professionelle Pflege stärkt und ergänzt, während die fachliche Verantwortung klar und verbindlich bei den ausgebildeten Pflegekräften verbleibt. 
Die Organisation dahinter ist bewusst schlank: kleine, selbstorganisierte Teams, wenig Hierarchie, reduzierte Bürokratie. Digitale Systeme erleichtern Dokumentation und Abstimmung, damit möglichst viel Zeit für das Wesentliche bleibt.

Buurtzorg ist kein starres Modell, sondern ein lernendes System. Seine Leitfrage bleibt dabei immer dieselbe: Was braucht dieser Mensch heute konkret?

Auch im Zukunftsprozess unserer Landeskirche stellen wir uns eine ähnliche Frage. Mit dem Schwerpunkt „Anfänge im Glauben“ verschiebt sich der Blick: Nicht Tradition um ihrer selbst willen steht im Vordergrund. Nicht das „So war es schon immer“. Sondern die Frage: Was brauchen Menschen heute für einen Zugang zum Glauben? Wo entstehen Berührungspunkte?
Was erleichtert einen Anfang? Und was erschwert ihn?

Buurtzorg zeigt: Veränderung beginnt dort, wo man konsequent vom Menschen her denkt und bereit ist, Strukturen daran anzupassen.

 

Mehr Infos zur Buurtzorg finden Sie hier!

Unsere Kirche von morgen

Erfahren Sie mehr über unsere langfristige Vision einer zukunftsfähigen Kirche und entdecken Sie, wie Sie den Wandel aktiv mitgestalten können.

Alle Informationen zum Zukunftsprozess finden Sie auf unserer Webseite!

www.zukunftsprozess.de
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